Saudia Cargo

Für die saudiarabische Airline Saudia Cargo fotografierte ich an drei Tagen am Frachtterminal des Frankfurter Flughafens die beiden Boeing 747, die die Strecke zwischen Saudi Arabien und Frankfurt mehrmals in der Woche bedienen. 

Für die Aufnahmen waren jeweils nur wenige Stunden Zeit, bis das Flugzeug beladen wieder abhebt. Für gewöhnlich versuche ich in den Tagen vor der Fotoproduktion so viel wie möglich über die Gegebenheiten vor Ort herauszufinden. Im Fall des Frankfurter Flughafens scheitert man allerdings sehr schnell, da es zu viele unbekannte Faktoren gibt: Aus welcher Richtung wird das Flugzeug anfliegen, um es bei der Landung zu fotografieren? Wo wird die Maschine parken und anschließend entladen werden, ist der Hintergrund dort ansehnlich oder steht das Flugzeug am hintersten, hässlichsten Ende des Airports? Wird das Flugzeug planmäßig laden, bei Tageslicht oder doch erst in der Dunkelheit? Wie viel Zeit bleibt für die Aufnahmen, wann wird der Frachter wieder starten? Und so weiter… 

Letztlich kam das Flugzeug verspätet, es war graues, nasskalten Winterwetter ohne eine Aussicht auf Sonnenschein. Immerhin war die Parkposition gut gelegen. Die einsetzende Dämmerung und die üppige Vorfeld-Beleuchtung sorgte dann für tolles Licht, das den Fotos einen schönen einheitlichen Look gaben.

Die größte Herausforderung bei diesem Fotoshooting war, dass möglichst alle Fotos beim ersten Mal »sitzen« müssen. Es gibt gerade bei der Logistikfotografie oft keine zweite Möglichkeit, ein Motiv noch einmal zu wiederholen. 

Ein besonderes Motiv beim Saudia Cargo-Fotoshooting war das Bild der geöffneten Nase des Frachters, die Ladeluke vorne am Flugzeug. Diese wurde freundlicherweise und extra für die Fotoaufnahmen von der Crew geöffnet. Wäre dabei ein Defekt an der Luke entstanden, der durch eine Reparatur den Rückflug nach Saudi Arabien um Stunden verzögert hätte, wären der Airline sehr hohe Kosten entstanden. Da waren die Überredungskünste des Frankfurter Agenten gefragt. Es hat dann doch alles reibungslos geklappt und ich konnte Bilder fotografieren, wie ich es zuvor geplant hatte. Die Crew wurde anschließend zum Dank mit Pralinen versorgt. (Industriefotografie Logistik)